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Familie in China: Transformationen, Zuschreibungen, Identitäten

Welche sozialen Rollen und Funktionen werden Familien zugeschrieben und wie werden diese vermittelt? Dieser Workshop fragt nach den Wandelprozessen der Familie und den hier zugeschriebenen Werten, Normen wie der kindlichen Pietät (xiao) sowie anderen Gefühlsordnungen in interdisziplinären Perspektiven. In einem historischen Ansatz fragen wir, welche Werte nicht mehr oder wieder der Familie kulturell zugeschrieben werden.

Teil dieses Transformationsprozesses sind auch die sich verschiebenden und politisch/kulturell abgesteckten Verschiebungen und Überlappungen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit im Eindruck von politisch prägenden Ereignissen wie der Kulturrevolution. Ein zweites Feld dieses Spannungsverhältnisses ist die psychische Krisenintervention. Die Psychotherapie definiert bestimmte, in der Familie sich zeigende Gefühls- und Interaktionsmuster, als pathologisch. Erfolgreiche psychotherapeutische Interventionen setzen voraus, dass diese Grenze zwischen Familie und Außen mit dem Therapiebedarf neu gezogen wird. Diese Konfiguration des Familiären soll also Gegenstand des Workshops sein.

Dieser Workshop setzt sich zuerst mit den Qualitäten von Familie für die Han-Nationalität auseinander, ein späterer Workshop wird sich mit den ethnischen Minderheiten in China beschäftigen.

Workshop ist öffentlich, alle sind herzlich willkommen, keine Anmeldung nötig.

Dr. Sascha Klotzbücher
Institut für Ostasienwissenschaften - Sinologie
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Österreich
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